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aus dem Fachgeschäft – mit Tipps und Ideen für Garten, Balkon & Terrasse!
Es erscheint sechsmal im Jahr und informiert Endkunden rund um die Themen Pflanzen und Garten.
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Heiderausch

Wer einen größeren Heidegarten plant, kann in Anlehnung an die Natur Hügel oder Kies- und Sandwege anlegen sowie Baumwurzeln, Findlinge und Natursteinplatten als Gestaltungselemente integrieren. Die am weitesten verbreitete Art in natürlichen Heidelandschaften ist die winterharte Besenheide, Calluna vulgaris. Sie wird bis zu zwanzig Jahre alt und zwischen dreißig und fünfzig Zentimeter hoch. Die Besenheide ist ein verholzender, immergrüner Strauch, der je nach Sorte aufrecht oder als kriechende Pflanze flach über dem Boden wächst. Neben Sorten mit hell- bis dunkelgrünem Laub gibt es solche wie ’Silver Knight’ oder ’Gold Haze’ mit silbrigem oder gelbem Laub oder auch Sorten wie ’Spring Torch’ und ’Spring Cream’, die im Frühjahr farbig austreiben. Eine weitere Besonderheit bei Calluna vulgaris sind Sorten mit winterfärbendem Laub. Die alten Blütenstände der Calluna sollten einmal jährlich zurückgeschnitten werden. Der richtige Zeitpunkt zum Stutzen ist nach der Blüte, teilweise wird jedoch auch ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, empfohlen. Klassische Begleitpflanzen von Heidegewächsen sind der Säulenwacholder, klein bleibende Kiefern sowie Fichten, Birken, Rhododendron und Ginster. Auch einige Stauden und Gräser wie Blaugras (Sesleria) oder Pfeifengras (Molinia) sind gute Partner für Callunen im Heidegartenbeet. Herbstastern, Strauchveronika (Hebe) oder Kreuzkraut (Senecio) eignen sich zum Beispiel genauso gut wie Scheinbeere (Gaultheria), Preiselbeere (Vaccinium), Thymian, Schafgarbe (Achillea), Königskerze (Verbascum) oder Skimmie.


Lichterglanz

Blumenkästen und Kübel dürfen nun in satten Gold- und Kupfertönen schwelgen oder auch in den sanfteren Rosa- und Beerenfarben, die typisch für zahlreiche Sorten des Heidekrautes (Erica und Calluna) sind. Wenn Sie zum Beispiel ländlich-rustikale Akzente setzen wollen, greifen Sie zu naturbelassenen Körben verschiedener Größen und Formen, die Sie dicht mit üppig blühenden Chrysanthemen in feurigen Gold- und Orangetönen bepflanzen.

Dazu passen kleine Gehölze mit Herbstlaub in lodernden Farben, also beispielsweise Pfaffenhütchen (Euonymus), kleinwüchsige Zierkirschen (Prunus) oder auch wunderschöne Sorten der Thunbergs Berberitze (Berberis thunbergii) wie `Kobold´, deren gelbe bis scharlachrote Herbstfärbung an Leuchtkraft kaum zu überbieten ist. Auch Beeren tragende Gehölze fügen sich hervorragend in dies Farbkonzept ein. Langsam wachsende Sorten des Feuerdorns (Pyracantha-Hybriden `Soleil d´ Or´ und `Teton´) gedeihen auch
auf Dauer in Kübeln.

Heidekraut (Erica und Calluna) harmoniert perfekt mit herbstfärbenden Gräsern, zum Beispiel Hirse (Panicum virgatum), Japanischem Blutgras (Imperata cylindrica) oder auch dem besonders zierlichen Federgras (Stipa tenuifolia). Dazu Kürbisse, rotbackige Äpfel, dekorative Samenstände – Dekoartikel aus der Natur ergänzen die Pflanzenarrangements auf´s Beste.

Setzen Sie Ihren Balkon mit Lichterketten und Kerzen ins rechte Licht! Dazu lassen sich sehr gut Weihnachtsbaum-Lichterketten mit kleinen Glühlampen verwenden, die Sie einfach zwanglos im Balkongeländer oder in den Koniferen arrangieren. Besonders stimmungs- und geheimnisvoll wird es, wenn Sie die Fruchthüllen der Lampionblumen (Physalis alkekengi) über die einzelnen Lämpchen stülpen. Auf diese Weise erhalten Sie ein ganz gedämpftes rötliches Licht. Mit Kerzen kommt am meisten Stimmung auf, wenn Sie mehrere in unterschiedlichen Größen und Farben zusammenstellen. Auch hübsche Windlichter sorgen für eine romantische Stimmung. Fehlt nur noch die passende Kuscheldecke, damit es auch an kühleren Abenden gemütlich ist.


Sinnlich

„Naughty by Nature“ – „von Natur aus frech“ heißt der Flower Spirit in diesem Herbst. Sinnlich, verführerisch, leidenschaftlich, erotisch und frech sind die Schlüsselbegriffe, die in die Überlegungen bei der Gestaltung der Sträuße eingeflossen sind.

Die floralen Arrangements setzen nicht nur auf optische Reize, sondern lösen auch „haptische“ Impulse aus, das heißt sie laden zum Berühren ein. Eine unwiderstehliche, sinnliche Anziehungskraft soll neben der Farbwahl auch durch das unmittelbare Aufeinanderprallen unterschiedlicher sensueller Erfahrungen wie weich, stachelig, zart, spitz, glatt, spröde oder zerbrechlich erreicht werden. Die Blumensträuße und das Umfeld, in dem sie präsentiert werden, sind geschmackvoll, erotisch und verwegen. So entsteht mitunter ein Bild, das zur Berührung verleitet. Sinnliche Rosa-, Rot- und Violetttöne werden mit kräftigem Schokoladenbraun und tiefem Schwarz zu einem verführerisch-frechen Gesamtbild komponiert. Gelb, Grün und Gold erzeugen Lichtreflexe und sorgen für eine intensive Spannung. Die Straußformen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Es kommt in erster Linie darauf an, so zu kombinieren, dass eine sinnlich-freche Aussage entsteht. Das kann durch unterschiedliche Texturen der Blumen in warmen, romantischen Farbnuancen passieren, wie z.B. im Boudoirstil, aber auch durch krasse, spannende Material- und Farbkontraste, wie z.B. im schwülstigen Nachtclublook.

Lassen wir die Blumenschönheiten, die den Herbst dominieren, in unserer Imagination über den Laufsteg flanieren: edle Rosen schreiten in glamourösen Luxusgewändern einher, üppige Dahlien tänzeln in leicht schwingenden Folkloreröcken, erotische Anthurien drehen sich verführerisch in glänzenden Lackmänteln, stachelige Edeldisteln rocken in schrägen Punk-Outfits, samtige Celosien stolzieren in weichen Pelzstolen, und filigrane Orchideen präsentieren duftig-flatternde Dessous. Dieser Herbst wird verführerisch und frech, lassen Sie sich anmachen!


Der Asiagarten

Asiatische Gärten sind so unterschiedlich wie europäische Gärten auch. Grundlegend unterscheiden sich beispielsweise Zengärten von Teegärten, obwohl es sich bei beiden um so genannte Japanische Gärten handelt und noch größer ist der Unterschied vergleicht man diese mit Gärten in Südostasien, Indonesien oder Malaysia. Häufig taucht beim Gedanken an asiatische Gärten
der Zengarten vor dem inneren Auge auf. Er ist ein Garten der Betrachtung, der Kontemplation, ein Ort der Stille. Bei diesem Gartentypus kommt jedem Element eine ganz besondere Aufgabe und Bedeutung zu.

Der Zen-Buddhismus kam ursprünglich aus China. Ziel der Zen-Mönche war es, mit der Gestaltung des Gartens den Blick auf das Wesentliche zu lenken, alles Überflüssige wegzulassen. Ihre Gärten sind Abbildungen von Landschaften, häufig eingefasst mit einem Rahmen aus Naturstein. Elementare Bestandteile sind Kies, Steinsetzungen und Pflanzen. Formgehölze spielen dabei eine besondere Rolle: Einzelne Pflanzen oder Gruppen sollen Formationen einer natürlich gewachsenen Landschaft darstellen: In charakteristischer Weise gewachsene und außergewöhnlich gestaltete Bäume, denen man die Prägung durch Wind und Wetter anzusehen scheint, oder ganze Landschaftselemente wie Hügel, Hecken und Wälder. Groß-Bonsais sind für diese Japanischen Gärten besonders gefragt.

Die Highlights solcher Gärten sind schirmförmig gewachsene Kiefern (Pinus-Arten) etwa, oder Fächerahorne (Acer palmatum in Sorten), die nicht nur durch ihren bizarren Wuchs, sondern auch durch eine ansprechende rote Herbstfärbung einen Akzent setzen. Die Japanische Lärche (Larix kaempferi) eignet sich schon aufgrund ihrer Herkunft. Ein knorriger Wacholder (Juniperus) oder ein etagenartig geschnittener Liguster (Ligustrum) kann dem Betrachter den alten Baum auf einem Felsen an der Küste illustrieren. Der Kies darunter symbolisiert das Wasser, das Wellen wirft, die in Wirklichkeit mit dem Rechen erzeugt werden. Die Eibe (Taxus), Rhododendron und Buchs (Buxus) in geschnittener Form werden gerne verwendet um eine Hügellandschaft dazustellen. Sie bleiben dafür oft im Hintergrund, bilden den Horizont, oder gestalten eine Fläche und ermöglichen so dem Betrachter seinen Blick durch die Landschaft streifen zu lassen, sich zu verlieren und letztendlich ganz in das Bild einzusinken.

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